Sonntag, 25. September 2011

Erebos


Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Seiten: 486
Preis: 14,90 Euro

Inhalt:
Erebos ist ein Computerspiel, das an Londons Schulen von Hand zu Hand geht. Auch Nick bekommt eine kopierte Version des Spiels, von dem es kein Original zu geben scheint. Das Spiel hat sehr strenge Regeln: Jeder hat nur eine Chance es zu spielen. Er muss dabei allein sein und darf nicht über Erebos reden. Wer gegen die Regeln verstößt oder einen Auftrag nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Auch die Aufträge, die das Spiel vergibt, sind seltsam. Sie müssen nicht in der virtuellen, sondern in der wirklichen Welt ausgeführt werden. Dadurch verschwimmen Spiel und Realität auf eine verwirrende Weise, bis Nick beides kaum noch auseinander halten kann. Und dann befiehlt das Spiel ihm, einen Menschen umzubringen.

In der völligen Stille der Nacht schienen ihm die Geräusche des startenden Computers schauderhaft laut zu sein. Allein das Brummen der Festplatte und das Rauschen der Kühlung musste seine Eltern wecken.
Er klickte auf das rote E, ohne große Erwartung einerseits, voller Hoffnung andererseits und mit ungläubigem Erstaunen, als sich ihm die Welt tatsächlich wieder öffnete.

Meine Meinung:
Von außen:
Das Buch ist ein Taschenbuch. Es ist in einem dunklem Rot gehalten, auf dem sich einige weißen Fecken befinden, wodurch es irgendwie etwas abgenutzter wirkt.  Aber da gehört irgendwie auch zum Charme des Buches. Außerdem sind dort zwei Augen und der Schriftzug Erebos. Diese sind leicht erhöht. Man spürt sie, wenn man über das Buch streicht. Ich finde das Cover sehr passend, weil es direkt die Stimmung rüber bringt, die im Buch herrscht: Die des alles überwachenden Spiels.
Von Innen:
Ich hab mir das Buch von meinem Bruder ausgeliehen und es verschlungen. Es ist aus der Erzählerperspektive geschrieben, die durchgehend Nick bzw. seinen Spielcharakter begleitet. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut, wie man hoffentlich an dem kleinem Zitat erkennt. Die Spielsequenzen haben mir besonders gefallen und manchmal hab ich mir gewünscht, Erebos selbst spielen zu dürfen. Es war schon seltsam aber als Leser war man mindestens so süchtig nach dem Buch, wie die Charaktere nach dem Spiel. Es ist einfach so toll beschrieben. Man kann sich wunderbar in die Charaktere hinein versetzen. Das Buch wird eigentlich nie langweilig, weil es im für Nick im Spiel immer neue Herausforderungen zu meistern gibt und das Leben außerhalb sich auch immer weiter zuspitzt. Ab Seite 300 nimmt das ganze nochmal eine recht starke Wendung und wird gegen Ende noch spannender. 
Man fiebert die ganze Zeit mit den Figuren mit und löst das Rätsel hinter dem Spiel mit ihnen zusammen. Das Buch ist nicht vorhersehbar und hat immer einige Überraschungen und eine Menge zum miträtseln in petto. Allein schon die Frage, wer hinter welchem Spielcharakter steckt, beschäftigt einen während der kompletten Lektüre und doch stellt man am Ende fest, das alle Überlegungen falsch waren.
Das einzige Minus ist wohl, das es einige Logikfehler gibt, die man aber nur findet, wenn man sich etwas mit Technik auskennt. Außerdem ist es manchmal etwas verwirrend oder unrealistisch.

Fazit:

     
(Tolles Buch)

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